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Vorstandswahlen
| VORSTANDSWAHLEN |
FDP wählt den Vorstand des Stadtverbandes In der Mitgliederversammlung wurden die bisherige Vorsitzende Ingrid Raddatz und ihre beiden Stellvertreter Volker Mathes und Ralf Imhoff einstimmig wiedergewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Schatzmeister Hartwig Möritz und der Schriftführer Andreas Esch. Vervollständigt wird der Vorstand durch zwei Beisitzer. Neu gewählt für diese Positionen wurden Gabriela Nordström und Hans Britz. Die Vorsitzende sprach ihren Dank aus für die gute Zusammenarbeit in der Vor-bereitung zu den beiden Wahlen im Jahr 2009. Die Stadtratsfraktion konnte sich um einen Sitz verstärken. Dies war ein besonders erfreuliches Resultat der Kommunal-wahlen. Das neu gewählte Mitglied im Stadtrat, Volker Mathes, konnte im Rahmen der Mitgliederversammlung die Urkunde für 30 Jahre Mitgliedschaft in der FDP aus der Hand der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Helga Lerch entgegennehmen. Ingrid Raddatz ging bei ihrem Blick in die nähere Zukunft der Arbeitsschwerpunkte des FDP-Stadtverbandes auf folgendes ein: Zukunftsprognosen zeigen auf, dass Kulturangebote die Gewinner sein werden bei der Gestaltung von Freizeit. Kulturpolitik muss Kultur noch stärker als Standortfaktor mit wirtschaftlichem Begleiteffekt wahrnehmen. Ein attraktives Kulturangebot und eine systematische Erschließung der Kultur für den Tourismus wünschen sich die Liberalen für Ingelheim. Kulturveranstaltungen müssen verstärkt als gesellschaftliche Ereignisse begriffen werden. Städtische Kulturpolitik wird sich zur Freizeitkulturpolitik wandeln müssen. Bildung und Kultur sind für die FDP untrennbar. Daher wird die FDP auch der Bildung eine gesteigerte Aufmerksamkeit zukommen lassen. Einmal erworbenes Wissen wird ein immer schnelleres Ablaufdatum haben. Bildungsangebote und Bildungseinrichtungen werden rund ums Jahr und ein Leben lang notwendig sein. Die neue Generation von Volkshochschulen sind freie Bildungsakademien, die auch dann geöffnet sind, wenn andere Bildungseinrichtungen geschlossen haben. Die außerschulische und nachberufliche Bildung muss stärker als dritte Kraft neben schulischer und beruflicher Bildung etablieren. Diese neue inhaltliche Ausrichtung liegt der FDP in Ingelheim mehr am Herzen, als die bloße räumliche Verlagerungsdiskussion des WBZ, die rein auf Belebungseffekte für die Innenstadt setzt. Diese Verlagerung auch noch ohne jede Vorstellungen oder gar klare Konzepte für die Nachnutzung des bisherigen WBZ-Gebäudes zu betreiben, wird von der FDP keinesfalls mitgetragen. Fraktionsvorsitzender Helmut Immerheiser gab schwerpunktmäßig einen Überblick über die Entscheidungsabläufe zur Umsetzung der Entwicklung zum Stadtzentrum. Hier war er sehr zufrieden darüber, dass ein alter Vorschlag der FDP-Fraktion zur Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft nun doch nach anfänglichen Widerständen aller anderen Fraktionen seine Umsetzung erfährt. Eine Rahmenplanung zur Innenstadtentwicklung nehme erste Konturen an, berichtete er. Auf deren Basis werde es aber noch viel Diskussionsbedarf geben. Der Standort der zukünftigen Mediathek sei dabei nur einer der Punkte, bei denen die FDP wieder darauf pochen wird, dass erst über die inhaltliche Ausgestaltung entschieden wird, und erst danach die bauliche Planung beginnt. Erfreut zeigt sich die Fraktion über die Entscheidung, die Mole und das Umfeld am Strandbad noch in diesem Jahr umzugestalten. |