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Ingelheims neue Mitte
| INGELHEIMS NEUE MITTE |
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Liberale Stadtentwicklungspolitik will die verdichteten Siedlungsräume stärken. Dabei gilt es, die verschiedenen Lebenswelten - Arbeit, Freizeit, Wohnen - wieder besser zusammen zu führen. Dazu ist es notwendig, die Zentren als Handels- und Lebensraum wieder neu zu entdecken. War früher das Augenmerk sehr stark auf die "grüne Wiese" am Stadtrand gerichtet, gilt es jetzt, der innerstädtischen Verdichtung und den Maßnahmen des innerstädtischen Flächenrecyclings mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Aufwertung des öffentlichen Raumes durch attraktive Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten muss dabei einhergehen mit der Erhaltung der bestehenden Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben. Eine so entwickelte Stadt mit kurzen Wegen ist auch ein Beitrag zur Verkehrsvermeidung. Die FDP ist der Überzeugung, dass der nun vorliegende Entwurf für die Gestaltung der "neuen Mitte" weder überdimensioniert ist, noch als Fremdkörper in der bestehenden Bebauung empfunden werden muss. Die von uns von Beginn der Planungen an favorisierte Gliederung des Gesamtprojekt unter Beibehaltung öffentlicher Flächen im Besitz der Stadt soll nun umgesetzt werden. Da die zu überbauende Fläche viel kleiner ist als von vielen immer wieder behauptet, geht es nicht darum, mit der "grünen Wiese konkurrieren zu wollen. Es soll vielmehr ein Anziehungspunkt geschaffen werden, der auch |
im Umfeld Chancen eröffnet und eine verbrauchernahe Versorgung in der Innenstadt gewährleistet. Es wird von Kritikern ganz einfach vergessen, dass nicht alle Bürger kilometerlange Anfahrten zu Einkaufszentren in der weiteren Umgebung auf sich nehmen wollen oder können. Für manche ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen birgt schon der Einkaufswunsch am Nahering Probleme. "Wir können unser Geld nicht zweimal ausgeben!", richtig. Aber warum sollten wir es dann nicht gleich in Ingelheim ausgeben und damit die in der Stadt ansässigen Unternehmen unterstützen? |